Urlaubsplan und Urlaubserteilung im Arbeitsrecht

Verlangt der Arbeitgeber von seinen Arbeitnehmern zu Beginn des Kalenderjahres die Angabe ihrer Urlaubswünsche und werden diese dann in einen Urlaubsplan vom Arbeitnehmer eingetragen, so muss der Arbeitgeber innerhalb angemessener Zeit dem Urlaubswunsch widersprechen, wenn dieser aus betrieblichen Gründen nicht zu erfüllen ist. Erfolgt dieser Widerspruch nicht innerhalb einer angemessenen Zeitspanne, so darf der Arbeitnehmer davon ausgehen, dass sein Urlaub entsprechend seinem Urlaubswunsch als gewährt gilt. Als angemessene Zeitspanne ist in der Regel ein Zeitraum von einem Monat nach Vorlage des Urlaubswunsches oder Erstellung des Urlaubsplanes anzusehen.

Mitgeteilt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Verkehrsrecht,

Markus Heimburger