Streit um den Namen des Kindes

Es wurde am 07.11.2018 durch das OLG Nürnberg entschieden, dass das Namensbestimmungsrecht auch geteilt auf die Eltern übertragen werden kann. Die getrenntlebenden Eltern hatten sich bei Geburt des Kindes zwar auf einen ersten Vornamen geeinigt, nicht aber auf den zweiten Vornamen und den Nachnamen. Es wurde daher kein Name dem Standesamt mitgeteilt. Beide Eltern beantragten beim Gericht die Übertragung des Namensbestimmungsrechts auf sich. Das OLG Nürnberg bestätigte die erstinstanzliche Entscheidung, mit der dem Vater das Recht zur Bestimmung des zweiten Vornamens übertragen wurde, um ihm zu ermöglichen, die indische Abstammung des Kindes kenntlich zu machen. Die Mutter erhielt nach dieser Entscheidung das Recht, den Nachnamen zu bestimmen. Dies mit der Begründung, hierdurch werde die Familienzusammengehörigkeit auch mit der im gemeinsamen Haushalt lebenden Halbschwester dokumentiert.

 

mitgeteilt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bau-, Architekten- und Familienrecht Jörg Schlenker