Nutzungsausfallersatz bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall mit einem Motorrad

Nutzungsausfallersatz bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall mit einem Motorrad

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der vorübergehende Entzug der Gebrauchsmöglichkeit eines Motorrades, das dem Geschädigten als einziges Kraftfahrzeug zur Verfügung steht und nicht reinen Freizeitzwecken dient, ein Vermögensschaden darstellt.

Ein Anspruch auf Nutzungsausfallentschädigung kann deshalb bestehen.

Der Umstand, dass der Geschädigte das Motorrad nur bei günstigen Witterungsbedingungen nutzen kann, spielt erst im Rahmen der konkreten Schadensbetrachtung eine Rolle.

Der Geschädigte muss im Hinblick auf die Wetterlage zur Nutzung willens und in der Lage gewesen sein.

mitgeteilt von Rechtsanwalt Markus Heimburger, Fachanwalt für Arbeits- und Verkehrsrecht