Haftung von Kindern im Straßenverkehr

Haftung von Kindern im Straßenverkehr

Es ist in § 828 BGB bestimmt, dass Kinder zwischen der Vollendung des 7. und des 10. Lebensjahres nur dann bei Unfällen im Straßenverkehr haften, wenn sie den Schaden vorsätzlich herbeiführen. Mit dieser Bestimmung wird dem Umstand Rechnung getragen, dass Kinder in diesem Alter häufig Situationen im Straßenverkehr falsch einschätzen.

Bei Unfällen mit abgestellten Fahrzeugen ist aber in der Regel eine solche verkehrstypische Überforderungssituation nicht gegeben.

Aus diesem Grund kommt diese Bestimmung nur ausnahmsweise bei Beschädigungen parkender Fahrzeuge zur Anwendung. Ein Ausnahmefall ist nach der Entscheidung des AG München vom 11.12.2017 nur dann gegeben, wenn ein fahrender PKW das Kind zu einem Ausweichen veranlasst und hierbei das parkende Fahrzeug beschädigt wird.

mitgeteilt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien-, Bau- und Architektenrecht Jörg Schlenker