Abrechnung auf Totalschadenbasis, Prognoserisiko

Der Geschädigte eines Verkehrsunfalls, der im berechtigten Vertrauen auf die Angaben des von ihm eingeholten Sachverständigengutachtens von einem Totalschadensfall ausgeht und eine Wiederbeschaffung vornimmt, darf seinen Schaden auch dann auf Totalschadensbasis konkret abrechnen, wenn die gegnerische Versicherung nachträglich Einwände erhebt, die geeignet sind, die Annahme eines Totalschadensfalles in Frage zu stellen. Der Geschädigte darf dann nicht auf die Reparaturwürdigkeit verwiesen werden. So entschieden durch das Landgericht Saarbrücken in seiner Entscheidung vom 15.09.2017.

mitgeteilt von Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrs- und Arbeitsrecht Markus Heimburger